Andreas.Henniger@HennData.ch

IT-Kompetenz mit Weitblick

Datenschutz und
Datensicherheit

Datenschutz und Datensicherheit

Einführung

Datenschutz und Datensicherheit sind eng miteinander verbunden, bedeuten aber nicht dasselbe:       
Datenschutz   Schützt die Persönlichkeitsrechte von Menschen hinsichtlich ihrer personenbezogenen Daten. 
Datensicherheit 
Schützt Daten und IT-Systeme vor Verlust, Manipulation, Diebstahl oder unbefugtem Zugriff 

Datenschutz

Einführung

 ​ „Wer darf welche personenbezogenen Daten zu welchem Zweck verarbeiten?“       
Schwerpunkt auf rechtlichen und organisatorischen Regeln.

Datenschutz bezeichnet den Schutz personenbezogener Daten und das Recht von Menschen, selbst zu bestimmen, wer ihre Daten erhebt, speichert, verarbeitet oder weitergibt. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die einer Person zugeordnet werden können.
Beispiel: Wenn ein Online-Shop deine Adresse und Zahlungsdaten speichert, muss er:
dich über die Datennutzung informieren,
die Daten nur für den vorgesehenen Zweck verwenden,
die Daten vor unbefugtem Zugriff schützen,
deine Datenschutzrechte respektieren (z. B. Auskunft oder Löschung).

In der Schweiz wird der Datenschutz vor allem durch das Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) geregelt. In der Europäischen Union gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).    

Kurzdefinition:
Datenschutz ist der Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre von Personen bei der Verarbeitung ihrer Daten.     

Datensicherheit

Einführung

Schützt Daten und IT-Systeme vor Verlust, Manipulation, Diebstahl oder unbefugtem Zugriff  

„Wie verhindern wir, dass Daten verloren gehen oder in falsche Hände geraten?“    
Der Schwerpunkt liegt auf technischen und organisatorischen Schutzmassnahmen. Umfasst Massnahmen wie Verschlüsselung, Firewalls, Backups und Zugriffskontrollen.          
Beispiel Eine Arztpraxis speichert Patientendaten:
Datenschutz: Die Praxis darf die Daten nur für zulässige Zwecke nutzen und muss die Patienten über die Verarbeitung informieren.
Datensicherheit: Die Datenbank wird verschlüsselt, regelmässig gesichert und nur autorisierte Mitarbeitende erhalten Zugriff.

Datensicherheit umfasst alle technischen und organisatorischen Massnahmen, die Daten vor Verlust, Zerstörung, Manipulation oder unbefugtem Zugriff schützen. Dabei geht es nicht nur um personenbezogene Daten, sondern um alle Arten von Daten
Ziele der Datensicherheit
Vertraulichkeit: Nur berechtigte Personen dürfen auf Daten zugreifen.
Integrität: Daten dürfen nicht unbemerkt verändert werden.
Verfügbarkeit: Daten müssen bei Bedarf verfügbar sein.
Beispiele für Massnahmen 
Passwörter und Mehrfaktor-Authentifizierung
Verschlüsselung von Daten
Firewalls und Virenschutz
Regelmässige Backups
Zugriffskontrollen und Berechtigungskonzepte
Schulungen für Mitarbeitende
Beispiel Ein Unternehmen speichert Kundendaten auf einem Server: Durch Verschlüsselung werden die Daten vor unbefugtem Lesen geschützt.
Durch Backups können die Daten nach einem Systemausfall wiederhergestellt werden.
Durch Zugriffsrechte können nur berechtigte Mitarbeitende die Daten einsehen.
Kurzdefinition:
Datensicherheit ist der Schutz von Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust, Manipulation und Zerstörung durch technische und organisatorische Massnahmen.

Viren und Co.

Einführung

Viren und andere Schadsoftware

Anzahl
Sicherheitsexperten schätzen, dass es über 1 Milliarde bekannte Malware-Samples gibt.
Viele davon sind Varianten derselben Grundschadsoftware (z. B. leicht veränderte Versionen eines Trojaners).
Jeden Tag werden über 300.000 bis 500.000 neue Malware-Samples registriert

Arten, von Schadsoftware
Viren
Trojaner
Würmer
Ransomware
Spyware
Rootkits
Botnet-Clients
PUAs/Grayware

Was bedeutet die verschiedenen Begriffe?
1. Trojaner Tarnen sich als harmlose Programme (z. B. „Spiel“, „Installer“, „PDF“).
Sobald man sie öffnet, führen sie Schadfunktionen aus:
– Passwörter klauen
– Fernzugriff ermöglichen
– Daten löschen oder verschlüsseln
– Nachladen weiterer Malware
2. Viren Können sich selbstständig verbreiten, indem sie Dateien oder Programme infizieren.
Oft veraltet, aber immer noch im Umlauf.
3. Würmer Verbreiten sich automatisch über Netzwerke oder Sicherheitslücken.
4. Ransomware Verschlüsselt Dateien und verlangt Lösegeld.
5. Spyware / Keylogger Überwacht Tastatureingaben oder Aktivitäten.
6. Botnet-Malware Macht deinen PC zu einem „Zombie“, der von Hackern gesteuert wird.